Ein Hefezopf – nicht nur zu Ostern

Martina's Hausblog

Ein Hefezopf – nicht nur zu Ostern

5. April 2021 Allgemein 0

In unserer Familie ist es zur Familientradition geworden, alljährlich backen wir zu Ostern einen leckeren Hefezopf. Und auch wenn Ostern diese ja für uns alle ja etwas kleiner ausgefallen ist, so haben wir uns diese nette Tradition auch in in diesem Jahr nicht nehmen lassen. Sonntag morgen mit frischem Kaffee und einem Glas Orangensaft dazu ist das einfach eine unheimliche Delikatesse. 

Was ich nicht verstehen kann: Viele, auch gestandene Hausfrauen und Hausmänner, haben regelrecht Angst vor Hefeteig. Zu groß ist die Sorge, dass der Hefeteig nicht richtig aufgeht oder zu viel oder zu wenig Hefe verwendet wird. Dabei ist das alles gar nicht so schwer – man muss nur einige Grundregeln beachten. Diese erfahrt in meinem heutigen Artikel:

  1. Der Hefeteig “lebt”

Hefe – das sind winzige Pilze – also Lebewesen, die den Teig locker und fluffig leicht machen, die allerdings ganz und gar keine Zugluft und Kälte vertragen. Wird beispielsweise das Fenster aufgemacht und kalte Luft kommt auf den Teig, dann sackt er zusammen.

  1. Die Hefepilze brauchen etwas zu essen

Damit die Hefe ihre Wirkung voll entfalten kann, benötigen die Hefepilze Nahrung. Das ist entweder Zucker oder noch besser Honig. Das gilt übrigens sogar bei eigentlich süßen Hefeteigen, wie z.B. für eine Pizza. Die Hefe braucht immer etwas zu essen – und das ist eben am besten Zucker oder Honig.

  1. Ein guter Hefeteig will Weile haben

Um einen richtig leckeren Hefezopf zu bekommen, muss die Hefe mindestens zweimal, besser sogar dreimal gehen. Der Teig wird dabei umso besser, je mehr Zeit zum reifen er hat. Entscheidend für einen guten Hefeteig ist also nicht die Menge an Hefe, sondern die Ruhe die du ihm gönnst.

Nachdem wir diese drei Grundregeln nun verinnerlicht haben, soll es jetzt aber ans Eingemachte gehen: Wie also backen wir einen Hefezopf alà Martina?

Zutaten:

  • 250g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 50g braunen Rohrzucker
  • 15g Frischhefe oder ein halbes Päckchen Trockenhefe
  • Eine Hand voll geschälte Mandeln
  • Rosinen
  • Etwas abgeriebene Zitronenschale 
  • Ein Eigelb
  • Sahne
  • Mandelstifte zum Bestreuen
  • Etwas Milch
  • Etwas Honig
  • Eine Prise Salz
  • Weiche Butter (optional)

Zubereitung:

Die Frischhefe löst du in einem Topf mit etwas lauwarmer Milch und dem Honig mit einer Gabel auf. Achtung: Lass die Mischung nicht zu warm werden, sonst geht die Hefe kaputt! Danach nimmst du den Topf von der Herdplatte und stellst ihn an einen warmen Ort. Decke den Topf dort am besten zu, denn Luftzug mag die Hefe ganz und gar nicht. 

Gebe das Mehl zusammen mit dem Zucker und einer Prise Salz in eine Rührschüssel. Nach Geschmack kommt etwas weiche Butter dazu. In der Mitte eine Mulde machen und die aufgegangene Hefe dort hineinschütten. Noch zusätzlich etwas lauwarme Milch hinzugeben und aus den gesamten Zutaten einen weichen Teig kneten.

Zum Schluss kommen die geschälten Mandeln und die Rosinen in den Teig und werden unter geknetet. Den fertigen Teig kannst du in der Rührschüssel und ihn an einem warmen Ort, z.B. an der Heizung, gehen lassen. Ich empfehle hier mindestens 45 Minuten, gerne auch etwas länger. 

Im nächsten Schritt wird der Teig auf eine Arbeitsplatte gestürzt und dort kräftig mit den Händen durchgeknetet. Den Teig teilst du danach in drei Portionen auf und formst jeweils eine Art “Wurst” daraus. In die drei “Würste” werden dann zu einem Zopf verflochten – ganz so wie es auch bei den Haaren geht. 

Ist der Kunstwerk vollendet, wird es auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Danach verrührst du das Eigelb mit der Sahne und streichst mit dieser Mischung den Hefezopf ein. Dazu eignet sich am besten ein Backpinsel. Zum Schluss bestreust du den Hefezopf mit den Mandelstiften. Jetzt muss der Hefezopf wieder gehen, ungefähr 30 Minuten. 

Danach kommt der Zopf in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen. Damit der Zopf locker wird kannst eine halbe Tasse heißes Wasser auf ein Backblech schütten, das du unten in den Ofen stellst. Das gibt Wasserdampf und sorgt für einen noch lockereren Zopf. Nach 20-30 Minuten Backzeit ist der Zopf fertig. 

Ich hoffe, dass dir mein Hefezopfrezept genauso gut schmeckt wir mir und meiner Familie. So ein Hefezopf ist gerade, aber nicht nur an Ostern, eine wirklich leckere und tolle Alternative zum klassischen Kuchen. Bon Appetit!

 

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